Familienrat:


«Das ist ein geniales Tool», sagen ehemalige Kursteilnehmende von mir.
Ich höre jedoch immer wieder von bestimmten Problemen, die in Familien auftauchen, zum Beispiel:.

  1. Die Sitzungen dauern mit einer Stunde zu lange.
  2. Die Kinder melden ihre Probleme nicht für den Familienrat.
  3. Die Lösungen, die im Familienrat getroffen werden, helfen nicht.
  4. Kinder finden es langweilig und Teenager finden es dumm.

Damit Familienrat gelingt, müssen ein paar wichtige Aspekte beachtet werden – just darum geht es heute.

Beginnen wir damit, uns an die Gründe für den Familienrat zu erinnern. Unsere Ziele im Auge zu behalten hilft zu sehen, ob unser Handeln mit unseren Werten übereinstimmt. Hier ist eine kurze Liste der Gründen, warum man den Familienrat durchführt:

  • Schafft den Raum, wo sich alle Familienmitglieder zugehörig und wichtig fühlen können
  • Bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Folgendes zu lernen:

o   Wertschätzungen geben und entgegennehmen.
o   ihre Meinung zu äußern.
o   effektive und effiziente Lösungen für echte Probleme zu finden.
o   dass Fehler wunderbare Gelegenheiten zum Lernen sind.
o   die Meinungen anderer zu respektieren.

Das sind ausgezeichnete und wichtige Gründe! Mit diesen im Kopf weisst du, dass es sich lohnt, dein Möglichste zu geben, den Familienrat in den Wochenplan zu einzubauen. (Kathleen und ich machen immer noch den Familienrat, auch wenn wir nur noch zu zweit leben!)

Jetzt zu den oben-genannten 4 Problemen folgende Tipps und Tricks:

  1. Halte den Familienrat kurz! 10-20 Minuten. Was nicht dran kam wird auf die nächste Woche verschoben.
    a. Für Familienmitglieder ist es besser, das Gefühl zu haben, dass das Treffen zu kurz war, als umgekehrt!
    b. Wenn ihr unbedingt mehr Zeit braucht, dann lass entweder alle zustimmen, 5 Minuten zu verlängern, oder findet unter der Woche Zeit, um die Diskussion fortzusetzen.
  2. Lass die Kinder die Probleme, die es zu besprechen gibt, bringen. In manchen Familien haben Kinder das Gefühl, dass die Treffen einfach eine Tadeleinrichtung sind. Bringe deine Probleme zu einer anderen Zeitpunkt zur Sprache und am Besten so, dass sich die Kinder wertgeschätzt und nützlich fühlen.
  3. Wenn eine im Familienrat vereinbarte Lösung nicht funktioniert, ist das in Ordnung! Bleib zuversichtlich, dass ihr als Familie früher oder später eine Lösung für das Problem finden werdet.
  4. Denke daran, den Familienrat mit Wertschätzungen zu beginnen und nachher mit einer lustvollen Familienaktivität zu enden, wie ein Spiel, ein Lied, ein Dessert, eine Fernsehsendung usw.

​​​Ich hoffe, dieser Blog motiviert dich, den Familienrat wieder aufzunehmen wenn du damit aufgehört hast, und bestärkt dich in deiner Überzeugung für dieses kräftigste aller Positive-Discipline-Werkzeuge.